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30.03.2012

Bundestag beschließt Absenkung der Fördersätze für Solarstrom im EEG


Der Deutsche Bundestag hat am 29. März 2012 die Absenkung der Vergütungssätze für Solarstrom zum 1. April 2012 beschlossen. Ziel dieser vorzeitigen Novelle ist nach Angaben des Bundesumweltministeriums die Anpassung der Vergütung an den erfolgreichen Ausbau der Photovoltaik und die Verstärkung der Anreize für die Netz- und Marktintegration 

Die Vergütung verringert sich demnach für kleine Dachanlagen von jetzt 24,43 auf 19,50 ct/kWh (bis 10 kW), für größere Dachanlagen von derzeit 21,98 auf 16,50 ct/kWh und für Freiflächenanlagen von derzeit 17,94 auf 13,50 ct/kWh. Für bereits in Planung bzw. Bau befindliche Anlagen gibt es verschiedene Übergangsregelungen mit den Stichtagen 30. Juni bzw. 30.September 2012 für die Inbetriebnahme. 

Die Degression der Einspeisevergütung über den sogenannten „atmenden Deckel“ wird im neuen Gesetz weiterentwickelt. Bei deutlicher Unterschreitung des Zielkorridors kann damit die Degression zukünftig ausgesetzt bzw. die Vergütungssätze sogar erhöht werden. Außerdem sollen ein neues Marktintegrationsmodell eingeführt und die Aktivitäten im Bereich der Erforschung von Speichertechnologien intensiviert werden. Kleine Dachanlagen erhalten nur noch 80% und mittelgroße Anlagen 90% des Stroms vergütet. Die restlichen 20 bzw. 10% der erzeugten Solarstrommenge können entweder selbst verbraucht und direkt vermarktet werden. Anlagen über 1 MW und Freiflächenanlagen bis 10 MW fallen nicht unter diese Regelung und erhalten weiterhin 100% Vergütung. 

Ausführliche Informationen finden Sie in den aktuellen Pressemeldungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.


 

Quelle: BMU


 


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